Linksverkehr: Auch "verkehrt herum" sicher unterwegs

14. Juni 2017

Infolge des Brexits wird sich für EU-Bürger in Bezug auf Großbritannien in Zukunft voraussichtlich einiges ändern. Weiterhin erhalten bleibt Besuchern der Insel dagegen der Linksverkehr. Doch nicht nur im Vereinigten Königreich, insgesamt in 59 Ländern auf der Welt, darunter Australien, Indien, Irland, Malta und Zypern sowie zahlreiche Nationen Afrikas und Asiens, fließt der Verkehr aus unserer Sicht „verkehrt herum“. Darauf gilt es, sich einzustellen und daran anzupassen. Wenn man ein paar Tipps beachtet, ist das jedoch keine unlösbare Aufgabe. Und in der Regel stellt man sich recht schnell um auf die veränderten Gegebenheiten im Straßenverkehr.

Wer sich mit einem Mietwagen in den Linksverkehr stürzt, sollte sich vor dem Start zunächst mit der anderen Anordnung der Armaturen, der Fußpedale, aber auch des Schaltknüppels in einem Rechtslenker vertraut machen. Da sich die Pedale im Fußraum in der gleichen Position befinden wie bei einem linksgelenkten Fahrzeug, also von links nach rechts Kupplung, Bremse, Gas, muss man sich hier nicht umstellen. Etwas mehr Zeit zum Umgewöhnen ist dagegen meist für die Bedienung des links vom Fahrer befindlichen Schalthebels nötig. Zwar sind die einzelnen Gänge ebenso angeordnet wie in einem linksgelenkten Auto, aber sie müssen eben mit der linken Hand eingelegt werden – und das sorgt anfangs oft für Verwirrung, die man in der ungewohnten Verkehrsumgebung nicht noch zusätzlich braucht. Deshalb ist es ratsam, einen Mietwagen mit Automatik zu ordern.

Viele Besucher der Britischen Inseln fahren auch mit dem eigenen Fahrzeug dorthin, setzen mit der Fähre über oder benutzen den Eurotunnel, jenen Eisenbahntunnel unter dem Ärmelkanal, der Frankreich und England miteinander verbindet. Experten empfehlen jedoch, besser vor Ort ein für den Linksverkehr vorgesehenes Auto zu mieten. Denn damit falle das Abbiegen leichter und man habe weniger Probleme, die Spur zu halten, als in einem Auto mit Lenkrad rechts, lautet die Begründung. So hat man in einem Linkslenker im Linksverkehr den Mittelstreifen schlechter im Blick. Dagegen fällt es Neulingen in einem Rechtslenker häufig schwer, den Abstand zum Seitenstreifen, der sich ja im Linksverkehr links befindet, richtig einzuschätzen. Deshalb sollte man gerade während der Umgewöhnungszeit unbedingt darauf achten, dass man nicht links parkende Fahrzeuge touchiert oder Fußgänger gefährdet.

Die meisten Schwierigkeiten bereitet der Linksverkehr Neulingen erfahrungsgemäß beim Abbiegen. Doch auch das ist leichter erlernbar, als manche meinen. Denn eigentlich muss man nur daran denken, immer die linke Fahrspur zu nehmen. Das ist beim Linksabbiegen ganz einfach: Man bleibt weiterhin links. Beim Rechtsabbiegen ist das vom Prinzip her nicht anders, nur dass man sich ungewohnt in die außen gelegene Fahrbahn orientieren muss. Das macht anfangs mehr Konzentration erforderlich, doch man gewöhnt sich auch daran. Wichtig ist dennoch, immer konzentriert und vorsichtig zu fahren.

Besondere Obacht ist für Linksverkehr-Newcomer beim Überholen angesagt, speziell wenn sie mit einem linksgelenkten Fahrzeug unterwegs sind. Denn dann ist die Spur des Gegenverkehrs sehr schlecht einsehbar. Deshalb sollte man sich lieber mehrfach absichern, bevor man zum Überholvorgang ansetzt, oder diesen einfach bleiben lassen.

Probleme bereitet vielen Ungeübten im Linksverkehr auch das Befahren von Kreiseln. Gerade in Großbritannien können davon mehrere kurz hintereinander folgen. Grundsätzlich gilt dabei ebenfalls – wie in Deutschland: Vorfahrt hat der, der im Kreisverkehr fährt. Doch Vorsicht, in Großbritannien kann in aufeinanderfolgenden Kreisverkehren die Vorfahrt unterschiedlich geregelt sein.

 

Quelle: Goslar Institut www.goslar-institut.de

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