Tipps gegen Hitzestress im Auto

12. Juli 2017

Mit den im Sommer steigenden Außentemperaturen wird es vielfach auch im Auto sehr heiß. Dazu tragen nicht zuletzt die vielen Glasflächen bei, über die ein Auto verfügt. Da kann es im Innenraum eines Fahrzeugs leicht zu Temperaturen von 60 Grad und mehr kommen. Das gilt – wenn man losfährt – dann ebenfalls für Autos mit Klimaanlage. Und auch die benötigt bei einem aufgeheizten Fahrzeug erst mal eine gewisse Zeit, um die Temperatur wieder zu senken.

Die Hitze im Fahrzeuginnenraum macht jedoch nicht nur das Fahren unangenehm, es setzt auch die Konzentrations- und die Reaktionsfähigkeit des Fahrers herab. Damit erhöht sich das Unfallrisiko. Zudem können die sehr warmen Temperaturen Menschen mit körperlichen Einschränkungen, wie etwa Bluthochdruck oder Kreislaufproblemen, gesundheitlich zusetzen. Deshalb sollte man sinnvoll gegen zu große Hitze im Auto vorgehen.

Am meisten trägt die Windschutzscheibe zum Erwärmen eines Autos bei. Sie kann aus Sicherheitsgründen jedoch nur geringfügig abgetönt werden – im Gegensatz zu den Seitenfenstern, die abgedunkelt sein dürfen. Doch schon ein einfaches Stück Pappe als Sonnenschutz hinter der Windschutzscheibe kann da zwar nicht Wunder wirken, aber doch ein zu heftiges Aufheizen des Innenraums spürbar verhindern. Dazu lassen sich auch die silbrigen Schutzfolien prima nutzen, die im Winter außen angebracht ein Vereisen der vorderen Autoscheibe verhindern sollen. Am besten versucht man zudem, das Auto so abzustellen, dass es nicht oder nicht zu lange in der prallen Sonne parkt.

Ließ sich allerdings kein Schattenplatz finden und das Auto hat sich richtig aufgeheizt, sollten vor dem Losfahren alle Fenster, gegebenenfalls auch das Schiebedach und die Heckklappe, kurze Zeit geöffnet werden, um die größte Stauhitze erst einmal abziehen zu lassen. Wer mag, kann nach dem Start bei geöffneten Fenstern auch noch ein wenig Fahrtwind durchs Auto wehen lassen. Bei klimatisierten Fahrzeugen ist es danach jedoch ratsam, Fenster und Schiebedach zu schließen und die Klimaanlage kurzzeitig voll aufzudrehen. Nach einigen Minuten wird sie dann wieder niedriger eingestellt: Experten empfehlen eine Temperatur im Innenraum von 21 bis 23 Grad. Weiter sollte der Fahrzeuginnenraum nicht heruntergekühlt werden, einmal um den Temperaturunterschied beim Aussteigen nicht zu groß werden zu lassen, denn auch das kann den Kreislauf massiv belasten. Zum anderen kann eine niedrig eingestellte Klimaanlage zu Erkältungen führen. Um Zug zu vermeiden, dürfen die Düsen mit der Kaltluft auch nicht auf Kopf oder Körper gerichtet werden.

Ganz wichtig für Autofahrten in sommerlich heißen Temperaturen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um Dehydrierung zu vermeiden. Als Getränke eignen sich am besten Wasser und Tees. Aber auch die sollten nicht zu kühl sein, da sie sonst nur das Schwitzen fördern. Am besten kommt man im Auto durch die Sommerhitze, wenn man das Trinken nicht vergisst und öfter eine Pause – möglichst im Schatten – einlegt, raten die Fachleute. Bei den Zwischenstopps heißt es dann für Fahrer wie auch für das Fahrzeug: cool down!

 

Quelle: Goslar Institut www.goslar-institut.de

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